Sonntag, 5. September 2010 Sitemap
Patienten
Wenn der Blutfettspiegel zu hoch ist Drucken

Etwa jeder dritte Bürger hat zu hohe Blutfettwerte. Da ein erhöhter Blutfettspiegel aber keine akuten Beschwerden verursacht, bleibt er oft unbemerkt. Auf lange Sicht kann das schwere Folgen hervorrufen: Erhöhte Blutfette sind eine der Hauptursachen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, und die wiederum sind die Todesursache Nummer 1 in den Industrieländern.

Steigen die Blutfettwerte an, können dafür im Wesentlichen zwei Faktoren verantwortlich sein:

  1. Es wird zuviel Fett mit der Nahrung aufgenommen und in der Leber zu viele Lipoproteine neu gebildet.
  2. Aus dem Blut werden zu wenig Lipoproteine abtransportiert.


Zuviel Fett im Blut führt zur Ablagerung einzelner Fettbestandteile an den Wänden der Blutgefäße. Athero- bzw. Arteriosklerose oder auch „Arterienverkalkung“ heißt dieses Gesundheitsproblem, das zum Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann. Diese Entwicklung beginnt meist schon in der Jugend und schreitet über Jahrzehnte immer weiter fort.

Gesundheitsstudien haben gezeigt, dass das Senken der Blutfettwerte das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall vermindert. Deshalb ist es für jeden wichtig, seine Blutfettwerte zu kennen und auffällige Werte zu normalisieren.

Aus Sicht der Fachleute sollten Menschen mit Risikofaktoren ihre Blutfettwerte kennen und gesunde Menschen diese mindestens alle 5 Jahre überprüfen lassen. Werte außerhalb des Normbereichs erfordern eine häufigere Kontrolle. Die Blutfettwerte werden z. B. auch im Rahmen des Gesundheits-Checkups bestimmt, die man ab 35 alle 2 Jahre in Anspruch nehmen sollte.

Bei der Bestimmung der Blutfette wird der Arzt darauf achten, neben dem Gesamtcholesterinwert auch das schädigende LDL- und das schützende HDL-Cholesterin sowie die Triglyceride zu bestimmen.

Triglyceride
LDL-Cholesterin
HDL-Cholesterin

Erhöhte Blutfettwerte können ererbt sein, sind aber in den meisten Fällen eine Folge ungesunder Ernährung. Sie entstehen z. B. wenn zu viel tierische, gesättigte Fette (Wurst, Butter, Sahne u. a.) und zu wenig pflanzliche Fette (Margarine, Olivenöl, Rapsöl u. a.) bzw. Ballaststoffe verzehrt werden.

Meist liegt auch ein Bewegungsmangel vor, der zur Verschlechterung der Blutfettwerte beiträgt.

Die erste Maßnahme bei erhöhten Cholesterinwerten besteht daher immer in einer Lebensumstellung mit Ernährungsänderung und Einplanung von körperlicher Aktivität. Reicht das nicht aus, wird den Betroffenen ein Medikament verordnet, das die Blutfette wirksam senkt.

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