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Der Fachbegriff „Triglyceride“ bezeichnet das eigentliche Blutfett oder auch Neutralfett. Es besteht aus gesättigten und ungesättigten Fettsäuren und Glycerin.
Als Unterklasse der Lipide sind die Triglyceride mit ihren drei Fettsäuren die wichtigsten Energieträger in der Nahrung und die größten Energiespeicher im Fettgewebe. Ein Teil der Energie, hauptsächlich Kohlenhydrate und Fette, die wir aufnehmen und nicht verbrauchen, wird in Triglyceride umgewandelt und als Fettdepot gelagert. Triglyceride sind besonders reichlich in Nahrungsmitteln wie Fleisch, Wurst, Streichfetten oder Milch enthalten. Hohe Triglycerid-Werte weisen deshalb oft auf eine zu kalorienreiche Ernährung hin. Die Triglyceridwerte können aber auch durch unerwünschte Effekte einiger Medikamente erhöht werden.
Der Blutwert der Triglyceride sollte möglichst gering sein, da erhöhte Triglycerid-Werte ein Risikomarker für die Ausbildung einer kardiovaskulären Erkrankung sind. Bei sehr hohen Triglycerid-Werten (über 500 mg/dl) kann es zu einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse (akute Pankreatitis) kommen.
Die folgende Tabelle informiert Sie darüber, welche Triglycerid-Werte als normal und welche als hoch eingestuft werden: | Plasmalipid | Normalwerte | Grenzwerte | Hohe Werte | Sehr hohe Werte | | Triglyceride | < 150 mg/dl (< 1,7 mmol/l) | 150 – 199 mg/dl (1,7 – 2,3 mmol/l) | 200 – 499 mg/dl (2,3 – 5,7 mmol/l) | 500 mg/dl (> 5,7 mmol/l | (Quelle: Third Report of the National Cholesterol Education Program (NCEP) Expert Panel on Detection, Evaluation and Treatment of High Blood Cholesterol in Adults (Adult Treatment Panel III))
Nachfolgend sehen Sie außerdem ein Beispiel, wie Ihr Triglycerid-Spiegel auf dem Laborbericht einer Blutuntersuchung dargestellt sein kann:  Die Blutuntersuchung ergibt, dass der Triglycerid-Spiegel des Patienten 0,85 mmol/l beträgt. Laut den von dem Labor herangezogenen Richtlinien sollte er unter 2,3 mmol/l liegen. Neben den oben dargestellten NCEP-Richtlinien für den Triglycerid-Spiegel gibt es Richtwerte von weiteren, international anerkannten Gesundheitsorganisationen, die wir Ihnen anschließend vorstellen. Die Richtlinien geben an, wie hoch der Triglycerid-Wert sein darf.
Diese Werte berücksichtigen zum Teil bereits vorhandene Risikofaktoren und Vorerkrankungen des Patienten: Richtlinien der American Heart Association (AHA) | Richtlinien zur Vorbeugung einer Herz-Kreislauf-Erkrankung bei Frauen (2007) | | Risikoeinstufung | Triglyceride | | Normales Risiko | < 150 mg/dl (<1,7 mmol/l) |
| Richtlinien zur Vorbeugung einer Herz-Kreislauf-Erkrankung für Patienten mit bereits vorhandenem Diabetes mellitus (2006) | | Risikofaktor | Triglyceride | | Diabetes mellitus | < 150 mg/dl (<1,7 mmol/l) | Richtlinien der European Society of Cardiology (ESC) | Plasmalipid | Empfohlene Werte | | Triglyceride | < 150 mg/dl (< 1,7 mmol/l)* | *erhöhte Werte sind Kennzeichen für ein erhöhtes Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erkranken Richtlinien der International Atherosclerosis Society (IAS) Die IAS gibt für die Triglyceride so genannte Interventionswerte an, also Werte, ab denen ein therapeutisches Einschreiten empfohlen wird. | Plasmalipid | Interventionswerte | | Triglyceride | Patienten mit Diabetes/Metabolischem Syndrom: ≥ 150 mg/dl (≥ 1,7 mmol/l)
Alle Personen: ≥ 500 mg/dl (≥ 5,7 mmol/l) | Richtlinien der Arbeitsgruppe Lipide und Atherosklerose (AGLA, Schweiz) In Anlehnung an die Richtlinien der International Atherosclerosis Society (IAS) hat die Arbeitsgruppe Lipide und Atherosklerose (AGLA) für die Schweiz folgende Interventionswerte für Triglyceride definiert: | Plasmalipid | Interventionswerte | | Triglyceride | Patienten mit Diabetes/Metabolischem Syndrom: ≥ 150 mg/dl (≥ 1,7 mmol/l)
Alle Personen: ≥ 445 mg/dl (≥ 5,0 mmol/l) |
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